Die Paderborner Hochfläche

Auf der Paderborner Hochfläche befinden wir uns im Schnittpunkt von drei westfälischen Großlandschaften: Der Westfälischen Bucht, dem Weserbergland und dem Sauerland. Naturräumlich hat die Region damit Anteil sowohl am Norddeutschen Tiefland als auch am Deutschen Mittelgebirge, deren Kontraste nicht zuletzt den landschaftlichen Reiz dieser Region ausmachen.

Bei einer weiteren naturräumlichen Untergliederung lassen sich für das Paderborner Land sechs Einzellandschaften deutlich voneinander abgrenzen. Zur Westfälischen Bucht gehören etwa – von Norden nach Süden – die Senne, das Delbrücker Land, die Hellwegbörde sowie die Paderborner Hochfläche mit dem Sintfeld. Das Weserbergland bildet mit dem Eggegebirge den östlichen Rahmen sowohl der Westfälischen Bucht als auch des Kreises Paderborn. Der Süden des Kreisgebietes gehört mit dem Alme-Afte-Bergland bereits zum Sauerland.

Das Wasserschwinden

Geologisch dominiert die Paderborner Hochfläche als eines der größten Karstgebiete Deutschlands. Augenfälligstes Zeugnis ist das regelmäßige Trockenfallen (Wasserschwinden) von Afte, Alme, Altenau und Sauer, den prägenden Flüssen der Region. Das mitunter unverhofft versickerte Wasser tritt in eindrucksvollen Quellen in Salzkotten und Paderborn imposant wieder zu Tage.

Das Wasserschwinden ist nicht die einzigste interessante Erscheinungsform unserer auch geologisch  so bemerkenswerten Gegend. So bietet der Sintfeld-Höhenweg immer wieder weite traumhafte Ausblicke über die Karsthochflächen mit seinen gewundenen Auentälern und es bleibt dem Wanderer überlassen, über erdgeschichtliche Zeitabläufe zu sinnieren oder einfach die Zeit zu vergessen.