Zeitreise

Die Geschichte und Kultur hier im Süden des Paderborner Landes ist eng verbunden mit den naturräumlichen Gegebenheiten. Die landschaftliche Vielfalt und der Wasserreichtum waren wohl ausschlaggebend für die ersten Siedler, sich im Raum Bad Wünnenberg, Büren und Lichtenau niederzulassen.

Schon vor 5.000 Jahren lebten hier germanische Stämme. Unzählige Hügel- und Steinkistengräber in der Region zeugen davon. Ab dem 5. Jahrhundert begann die Eroberung durch die Sachsen von Norden her. Man sprach von der „Saxonisierung“ Westfalens und Nordhessens. Im Zuge dieser Landnahme entstanden im gesamten Paderborner Land neue befestigte Siedlungen und heidnische Kultstätten.

Gegen Ende des 8. Jahrhundert erfolgte, diesmal von Süden her, die gewaltsame Eingliederung der heidnischen Sachsenstämme in das christliche Frankenreich. Die „Frankisierung“ Sachsens ist unzertrennlich mit dem Namen und der Person Karls des Großen verbunden, der seine Truppen auf dem Sintfeld gegen die Sachsen anführte und 799 in Anwesenheit des Papstes Leo III. in Paderborn seinen militärischen Triumph demonstrierte. Es folgten neue Herrscher, neue Politik und neue steinerne Zeitzeugen aus dieser Epoche: zahlreiche Kapellen, Kirchen und Klöster wurden errichtet.

Kulturhistorisch gelangen wir immer weiter ins Hochmittelalter, wo in unserem Gebiet – wie auch in weiten Teilen Europas – der Siedlungsausbau auf die Gründung von Städten und Burgen konzentriert ist.

1.000 Jahre alte farbenfrohe und filigran gearbeitete Fachwerkbauten, eindrucksvolle Fassaden der Weserrenaissance und Kirchen im üppigen Gewand des späten Barocks und des Rokokos sind stille Zeitzeugen und kulturelles Vermächtnis der Edelherren von Büren und der Bischöfe von Paderborn.

Sicherlich fehlen noch wichtige Epochen der Zeitgeschichte, die sich in unseren Ortschaften der Städte Bad Wünnenberg, Büren und Lichtenau widerspiegeln, wir möchten Ihnen lediglich zeigen, dass Geschichte auf dem Sintfeld-Höhenweg greifbar ist.