Von Flusskrebsen und Galmeiveilchen
Auf dem Sintfeld-Höhchenweg durchqueren Sie immer wieder die weiten Auentäler der Alme, Altenau, Afte und Aa, wo der selten gewordene Schwarzstorch und der farbenprächtige Eisvogel offenbar einen intakten Lebensraum gefunden haben.
In vielen unserer weitverzweigten Bachsysteme ist der europäische Edelflusskrebs wieder heimisch geworden, auch er ist ein sog. Bioindikartor und zeugt von der hiesigen guten Wasserqullität. Schließlich versorgt das Einzugsgebiet rund um die Trinkwassertalsperre Aabach 200.000 Einwohner mit besten Trinkwasser.
Auf dem Rundweg durchstreifen Sie auch die mit Laub- und Nadelwäldern besetzten Mittelgebirgszüge des Eggegebirges und des Alme-Afte-Berglandes. Hochmoore und Heidelandschaften wechseln sich ab, Felsenmeere der Egge konkurrieren mit sanft gewellten Feldern des Sintfeldes, die sich zu jeder Jahreszeit in einem neuen Gewand dem staunenden Betrachter präsentieren.
In dieser fasettenreichen Landschaft haben sich einzigartige Biotope mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten erhalten und es ist den hiesigen Naturschützern zu verdanken, dass diese erhalten und ausgebaut werden.
Das Galmeiveilchen
Eine weitere Besonderheit ist die sog. „Blaue Blume von Blankenrode“. In Blankenrode wurde seit dem 13. Jh. bis ins 20. Jh. hinein Bleiglanz und später Zink abgebaut. Heute sind die Bleikuhlen und ihre Abraumhalden Naturschutzgebiete. Der Boden hier enthält Schwermetalle und ist für gewöhnliche Pflanzen giftig.
Die Arten der Galmei-Pflanzen haben sich an diese schwermetallhaltigen Böden angepasst, so dass sie nur auf diesen Böden wachsen können. Einzigartig unter den Galmeipflanzen in Europa ist jedoch das blauviolette Galmeiveilchen „Viola guestphalica“ an der Bleikuhle, da es nur hier vorkommt. Das Galmeiveilchen – wie auch die anderen Galmeipflanzen - stehen unter NATURSCHUTZ und dürfen nicht gepflückt werden!
